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Gold

Folgende Vergoldungsarten können auf einer Glasperle einen zusätzlichen Effekt hervorrufen.

Blattgold

Blattgold, auch Goldschaum gennannt, ist die Bezeichnung für eine aus reinem Gold oder hochkarätigen Goldlegierungen hergestellte, dünne Folie. Blattgold ist hervorragend geeignet, um Perlen zu verzieren, da Gold der Hitze besser widersteht als Silber.
Blattgold wird in hauchdünnen Bögen abgepackt. Die einzelnen Bögen liegen zwischen Trennpapier, das nicht am Blattgold haftet.

Anwendung

Blattgold ist sehr leicht und schon der leichteste Luftzug kann es in Bewegungn bringen und zerknittern oder sogar wegblasen.
Blattgold in der nötigen Grösse zuschneiden und auf einer Graphitplatte oder einer glatten, feuerfesten Unterlage bereitlegen. Perle in der gewünschten Form wickeln. Wenn das Glas nur noch dunkel glüht, wird die Perle über das Gold gerollt. Blattgold immer mit einem sauberen Werkzaug sehr gut andrücken. Zwischen Perle und Gold darf keine Luft eingeschlossen sein, sonst verbrennt das Gold, bzw. zieht sich zusammen. Die Perle vorsichtig im hinteren Teil der Flamme wieder erwärmt, bis das Gold einmal kurz aufglänzt. Es zieht sich dabei auf dem Glas fest. Bei zu starkem Erhitzen schmilzt es zu Kügelchen zusammen und wird (fast) unsichtbar. Ein Überfang aus Klarglas oder leichten transparenten Farben schützt das Gold vor Verschleiß. Nur das dicke Blattgold kann mit Klarglas überfangen werden. Das dünne Blattgold wird beim Überfang verbrannt und ist daher nur für Perlenoberflächen geeignet.

Goldmalerei

Gold- oder Platinmalerei ist ein Arbeitsschritt, der nachträglich auf der fertigen Perle ausgeführt wird.

Material

  • Glanzgold oder Glanzplatin
  • Verdünner oder Lavendelöl
  • Malfeder Nr. 1

Anwendung

  • Malen kann man nur auf einer glatten Perlenoberfläche. Auf sandgestrahlten Oberflächen werden die Federstriche nicht scharf genug und glänzen nach dem Einbrennen nicht.
  • Zum Malen eignet sich eine Malfeder Nr. 1.
  • Gold und Platin kann man, falls es dickflüssig geworden ist, mit einem Tropfen Lavendelöl verdünnen. Hat man zuviel Lavendelöl verwendet, einfach die Flasche etwas länger geöffnet lassen. Das Öl verdunstet wieder.
  • Bevor man mit dem Malen beginnt, die Flasche mit der Farbe sehr kräftig schütteln. Die Farbe, die jetzt im Deckel der Flasche hängt, reicht zum Malen aus. Man braucht nicht die Feder in die Flasche zu tunken!
  • Fertig gemalte Perlen sollten erst ein wenig trocknen, bevor sie im Ofen gebrannt werden.

Ofenkurve

Bei der Kurve handelt es sich um Richtwerte! Die Kurve muss evt. je nach Ofen nachgeregelt werden.
In Klammern stehen die Angaben für die Programmierung eines Ofens mit Orton-Steuerung.

Rampe/Stufe Aufheizgeschwindigkeit Zieltemperatur Haltezeit
1. Stufe in 2 Stunden auf (250°C/h) 520 Grad
2. Stufe schnell auf (FULL 620 Grad 5 Minuten halten
3.Stufeschnell auf (FULL520 Grad

Dieser eine zusätzliche Aufheizschritt auf die Einbrenntemperatur vom Gold (Stufe 2) sollte schnell geschehen. So wird nur die Oberfläche der Perle heiss und sie sackt nicht aus der Form. Darum auch die kurze Haltezeit. Diesen Schritt kann man auch in die bewährte Temperkurve einfügen.
Während des Abkühlens in der 3. Stufe kann man einen kurzen Blick in den Ofen wagen. Unbedingt eine Schutzbrille tragen! Der Abkühlvorgang wird so etwas beschleunigt und die Perlen werden weniger weich.
Ab jetzt kann das ganz normale Temperprogramm laufen.

3. Stufe 520 Grad1 Stunde
4. StufeIn 1 Stunde auf (70°C/h)450 Grad1 Stunde
5. StufeIn 1 Stunde auf (55°C/h)395 Grad1 Stunde
6. StufeProgramm beenden (0000)Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen

Sollte das Gold nicht abriebfest sein, kann man die Temperatur in Schritten von 5 Grad erhöhen.
Unbedingt Testbrände durchführen!

Beitrag von Vera Röder

gold.txt · Zuletzt geändert: 2022/11/27 11:53 von claudia